Donnerstag, 26. November 2015

Meine Geschichte

Meine Geschichte und meine Erfahrungen mit Hashimoto

Franz
 

Wie fange ich am besten an?
Mein Alter beträgt 57 Jahre, bin verheiratet und habe 2 erwachsene Töchter. Vor 11 Jahren wurde von meinem früheren Hausarzt, bereits eine, wie er sagte, "leichte" Schilddrüsenunterfunktion festgestellt. Behandelt wurde sie nicht, mit der Aussage: Die Einstellung mit Schilddrüsenhormonen sei schwierig und noch nicht notwendig. Froh darüber nichts einnehmen zu müssen, folgte ich seinem Rat.
Im Laufe der Jahre hatte ich auf einmal mit Schlafstörungen zu kämpfen, das ich aber auf meine Schichtarbeit schob. Mit der Zeit kam noch Platzangst hinzu. Ich konnte in keinen Fahrstuhl mehr einsteigen oder nicht mehr unter große Menschenansammlungen gehen.

Vom Hausarzt wurde ich zum Psychologen überwiesen. Dieser hat mir Schlaftabletten verschrieben und mich von der Nachtschicht per Attest befreit. Von den Tabletten habe ich glaube ich nur Eine genommen, da ich wusste, daß sie auf Dauer abhängig machen. Durch die Befreiung der Nachtschicht, ist es mit der Schlaflosigkeit etwas besser geworden.

Die Ängste jedoch blieben und die Schlafstörungen stellten sich auch wieder stärker ein.
Besonders in der Frühschicht konnte ich nicht schlafen und ging oft mit 2-3 Std. Schlaf in die Arbeit. Zeitweise war es wieder besser, aber ich wurde körperlich immer kaputter. Die Schuld suchte ich bei mir selber, weil ich nicht stark genug war. Meine Stimmung war miß und mir war irgendwie alles egal.

Im Sommer 2013 hatte ich einen Zusammenbruch. Mein Körper hatte eine starke Schwäche, meine Beine waren wie Gummi. Starkes Herzklopfen und ein Gefühl als wenn ich sterben müsste breiteten sich in mir aus. Panikattacken suchten mich heim. Ich konnte nur noch liegen. Zum Einkaufen zu fahren war eine große Hürde für mich, da mein Kreislauf immer schlapp machte. Ich konnte nicht mehr arbeiten und ließ mich krankschreiben.


Die Ärzteodysse 

 

Arzt Patient, Foto: Sean Prior, Clipdealer

 

Am Anfang wurde mir eine Psychotherapie und Antidepressiva verordnet. Weder das eine noch das Andere konnte mir helfen. Danach erfolgte eine Untersuchung um eine Schlafapnoe auszuschließen. Das war es auch nicht. Von Bekannten, wußte ich, dass oft Schilddrüsenkrankeiten verantwortlich sein können. Ich beschloss zu einem Schilddrüsenspezialisten zu gehen. Dieser stellte Hashimoto Thyreoditis fest durch Sonographie und Blutuntersuchung. Jetzt war ich froh, endlich die Erklärung für meine Beschwerden gefunden zu haben. Der Arzt verschrieb mir 50 micr.gr. Euthyrox. Nach erster Einnahme hatte ich schlimmes Herzrasen. Mit Einverständnis des Arztes setzte ich das Medikament wieder ab. Nach 2 Monaten ohne Verbesserung, recherchierte ich im Internet und fand heraus, das man besser bei 25 mikr.gr. beginnen sollte. Ich fing nochmal von vorne an. Diesmal klappte es besser. Nach vier Wochen wieder neue Blutwerte. Dann Steigerung auf 50. Die Steigerung auf 75 war wieder zuviel. Ich bekam wieder Überfunktionssymptome. In langsamen 12,5 er Schritten kam ich mit de Zeit auf eine Dosis von 112 micr.gr. Die Blutwerte sahen gut aus. Der Arzt sagte, die Einstellung ist jetzt in Ordnung. Leider ging es mir nicht sehr viel besser. Wieder wurde alles als psychosomatisch hingestellt. Von der Schilddrüse kann das nicht mehr kommen, so die Aussage. Ich war wütend und niedergeschlagen zugleich. 

Den Hausarzt habe ich gewechselt. Meine neue Hausärztin überwieß mich, auf meinen Wunsch zu einem Endokrinologen. Diesmal hatte ich Hoffnung, jetzt wird alles gut. 
Er nahm mir viele Blutwerte ab, einschließlich aller möglichen Hormonwerte. Es stellte sich heraus, dass ich einen schweren Vitamin D Mangel hatte. Seitdem nehme ich Dekristol ein. Der Homocysteinwert war auch sehr erhöht. Folsäure sollte helfen. 
Nach ein paar Wochen verging das Schwächegefühl in den Beinen. Die anderen Symptome blieben aber leider.

Inzwischen ist fast 1 Jahr vergangen,seit der Diagnose. Das Buch "Leben mit Hashimoto" hat mir geholfen, die Krankheit besser zu verstehen. Ist wirklich sehr empfehlenswert. Nach vielen lesen in Fachbüchern und im Internet, probierte ich dieses und jenes aus. Manche Mittel halfen mir wie z. B.   Vitamin D,da ich einen starken Mangel hatte, Rosenwurzextrackt für bessere Stressresistenz   Selen,Fischölund Vitamin B6, B12 und Folsäure zur Senkung des Homocystein. Näheres dazu könnt ihr unter:Vitamin und Nährstoffwechsel bei Hashimoto lesen. Anderes zeigte bei mir keine Wirkung, z. B. Homöopathie. Bei einigen Mitteln, wie Zink oder Probiotika verschlimmerten sich die Symptome. Alles was Immunstimmulierend wirkt, vertrage ich nicht. Natürlich sind nicht alle Menschen gleich. Was den einen hilft, muß bei dem Nächsten nicht auch unbedingt helfen. Man muß probieren, aber bitte immer mit dem Arzt vorher absprechen.

Im Buch von   Datis Kharrazian, Schilddrüse anders behandeln,steht unter anderem, man sollte Gluten und Milchprodukte in der Ernährung weglassen. Diese verstärken den Autoimmunprozess. Die glutenfreie Ernährung, brachte eine kleine Verbesserung. Das weglassen der Milchprodukte, half mir die Hashimoto Symptome um ca. 50% zu verbessern, dies war eine Erleichterung. Die Krankheit erfordert sehr viel Geduld, die ich nicht immer habe. Die Niedergeschlagenheit am Anfang ist abgeflaut. Zur Zeit werde ich immer agressiv, auch wegen Kleinigkeiten. Aber mein Leben steht vor einem Wendepunkt. Es kann und es darf nicht mehr so weitergehen wie früher.

Da trotz Verbesserung der Hashimoto Symptome, fühle ich mich noch immer nicht in der Lage, die belastende Schicht und Akkordarbeit wieder aufzunehmen. Die Krankenkasse empfahl mir eine REHA. Es kam dadurch keine Verbesserung zustande. Im Gegenteil, die Anwendungen konnte ich nur mit größter Mühe durchstehen. Meine körperliche Leistungsfähigkeit war und ist auch heute noch immer eingeschränkt. 

1,5 Jahre sind schon vergangen und das Krankengeld drohte auszulaufen. Die Arbeitslosigkeit drohte, was noch zusätzlich eine Belastung war. Zu Glück wurde es noch einmal um 1,5 Jahre verlängert, da eine neue Blockfrist angelaufen ist. Nach einem halben Jahr, habe ich die Erwerbsunfähikeitsrente (Frührente) beantragt. Der Antrag läuft noch bis heute. Leider ist die Hashimoto Thyreoditis alleine, nicht anerkannt für eine Erwerbsminderung. Dies ist ein unhaltbarer Zustand und müßte geändert werden. Doch ich hoffe, dass es gut geht, sonst müsste ich von Arbeitslosengeld leben und später Hartz 4 beantragen. Oder unter menschenunwürdigen Umständen wieder arbeiten gehen.

Nach vielem rauf und runterdosieren der Schilddrüsenhormone, bin ich heute bei 150 µg angelangt. Die Blutwerte unter dieser Dosierung lasse ich noch machen.

Dezember 2015

 

Die Schilddrüsenwerte habe ich bekommen: 
TSH 0,46
Ft4 1,17 ( 0,8 - 1,7 ),
Ft3 3,2 ( 2,2 - 4,3 ).
Komme gerade von einem 2 km Spaziergang, doch ich tue mich immer noch schwer. Habe einfach keine richtige Leistungsfähigkeit. Die innere Unruhe und das stromartige Gefühl, das über die Schultern in die Arme ausstrahlt sind auch noch vorhanden. Müdigkeit hingegen ist keine mehr vorhanden.
Heute hat die Rentenversicherung verlauten lassen, dass ich im Januar einen Termin beim ärtztlichen Gutachter der Rentenversicherung bekommen. Hashmoto Thyreoditis ist in Deutschland keine anerkannte Krankheit, die eine Frührente bewirkt. Hoffentlich geht das gut. Ich berichte im Januar, wie es gelaufen ist. 

Januar 2016

 

Da die Symptome noch immer vorhanden sind, versuche ich die Dosis von 150 Microgramm auf 137 zu senken. Von der Rente habe ich leider noch immer keinen Termin bekommen. Wenn eine Veränderung eintritt, schreibe ich hier weiter.


Februar 2016



Am 4. Februar war ich in Regensburg bei der Begutachtung der Deutschen Rentenversicherung. Der Termin war schon um 9 Uhr 30. Eine Anreise von 130 km war wieder sehr beschwerlich, da es mir nicht so gut ging. Meine Frau ist Gott sei Dank gefahren. Gleich nach der Anmeldung musste ich einen Fragebogen ausfüllen, das 45 Minuten dauerte. 

Die Ärztin stellte Fragen über meine Befunde und welche Beschwerden ich habe. Hauptsächlich aber, was ich noch machen kann. Als ich meine Hashimoto Erkrankung ansprach, sagte sie, dass dies nichts mache. Wunderbare Aussage. Danach wurde Blut angenommen und ein EKG gemacht. Der Blutdruck war 160 und der Puls lag die ganze Zeit über 100. Einen Konzentrationstest von einer Stunde stand auch noch auf dem Programm. Dabei sitzt man am PC Bildschirm und drückt Tasten, um die Reaktion zu testen und die richtigen Symbole müssen es auch sein, die man auswählt. 
Ich glaube bei dem Test habe ich schlecht abgeschnitten. Ich konnte mich sehr schwer konzentrieren. Das meine Konzentrationsfähigkeit so schlecht ist, habe ich nicht gedacht. Es war ein richtiger Stress für mich.

Nach 3 ein halb Stunden war die Untersuchung endlich vorbei und wir konnten nach Hause fahren. Zu Hause angekommen, war ich für den Rest des Tages kaputt.
Den Bescheid bekomme ich zugesendet. Ich hoffe, mit positiven Ausgang. Ich Berichte weiter wenn ich etwas weiß.

Von der Krankenkasse habe ich heute den Bescheid zur Aussteuerung am 10. Juni 2016 bekommen. Von der Rentenversicherung immer noch kein Bescheid. Meine körperliche Leistungsfähigkeit lässt immer noch zu wünschen übrig. Auch das Schreiben am PC kann ich nicht länger als 2 Stunden aushalten, da die innere Unruhe dadurch wieder stärker wird. Momentan habe ich wieder mit Stimmungsschwankungen zu tun. Von getrübter Stimmung bis zu Wutausbrüchen ist alles vorhanden. Da genügt schon ein kleiner Anlass. Meine Frau muss oft viel aushalten. Mit den gut gemeinten Ratschlägen kann ich oft nicht viel anfangen. Nicht Betroffene, verstehen einem oft nicht so gut.




März 2016


Letzte Woche habe ich meinen Rentenbescheid für die volle Erwerbsminderungsrente bekommen. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Mit meinen Beschwerden, in dem belastenden Job, zu arbeiten wäre die Hölle gewesen. Wenn es Euch ähnlich geht wie mir, gebt also bitte nicht auf, auch wenn es schwerfällt. Die finanziellen Einschränkungen hingegen, muß man leider hinnehmen und sich finanziell stark einschränken. Mein TSH Wert unter 137 Microgr. Euthyrox ist 2,1. Etwas zu hoch laut Lehrbuch, doch mir geht es etwas besser als mit 150.
Heute haben wir wieder ein Treffen unsrerer Selbsthilfegruppe, worauf ich mich freue, denn geteiltes Leid ist halbes Leid. Wir fahren am 20. April zur Besichtigung der TCM Klinik (Traditionelle Chinesische Medizin) nach Bad Kötzting. Ein chinesischer Arzt wird uns beraten, ob Hashimoto mit TCM behandelbar ist. Die Erfahrungen darüber berichte ich wieder ausführlich hier im Monat April. Damit ihr den Termin nicht verpasst, speichert meine Seite einfach unter Lesezeichen oder Favoriten.



April 2016 


Mit unserer Hashimoto Gruppe waren wir am 20. April  zur Besichtigung und zu einem Vortrag der Ärzte in der Klinik für TCM in Bad Kötzting. Die Ärzte dort berichteten, dass wir zwar alle Hashimoto hätten, doch jeder Mensch wird individuell gesehen mit all seinen Beschwerden und auch verschieden behandelt.
Es wurde uns erklärt, das die Akupunktur nur ein Teilbereich der chinesischen Medizin sei. In der Klink werden vor allem Kräuter, die für jeden individuell gemischt und oft lange gekocht werden, als Tee bei den Patienten eingesetzt. Dies sei die höchste Kunst der Traditionellen Chinesischen Medizin und erfordert jahrelange Erfahrung. 
Auch die Ernährung spielt eine besondere Rolle. In der Klink wird z. B. bereits zum Frühstück  warmes Essen serviert wird. 

Die Klinik ist die einzige TCM Klinik weltweit, die für Kassenpatienten zugänglich ist. Wenn man sich in der Klinik anmelden möchte, muß ein Fragebogen ausgefüllt, nach Bad Kötzting geschickt werden. Ein Ärztegremium entscheidet dann, ob man aufgenommen wird. Weitere Informationen sind auf der Hompage der TCM Klinik: www.TCM-Klinik-Kötzting.de
Die Wartezeit beträgt 3 - 9 Monate, so die Information. 
Im Internet habe ich bei Klinikenbewertung herausgefunden, daß ca. 50% der Patienten in der TCM Klinik eine Verbesserung erfahren durften. Hingegen die anderen 50%, keine Verbesserung erfuhren. Die Sache ist halt zweigeteilt. Vor allem Schmerzpatienten konnte am besten geholfen werden.


 Mai 2016


Da ich seltsamerweise einen hohen Ferritinwert von 640 habe, war ich vor 4 Tagen bei meiner Hausärztin, um einen Aderlass durchzuführen. Dieser soll den hohen Eisenspeicher etwas leeren. Leider geht es mir seit dem wieder sehr schlecht. Teilweise fühle ich mich wieder in Unterfunktion. Stärkere körperliche Schwäche und Herzklopfen im Ruhezustand. Beim Rasenmähen bin ich fast umgefallen, vor Anstrengung.
Auch eine Panikattacke habe ich noch bekommen. Das war schon lange Zeit nicht mehr der Fall.
Keine Ahnung, was die Blutentnahme von 400 mml in meinem Körper bewirkt hat.
Mein Stimmung ist wieder viel schlechter geworden. Hoffentlich wird das wieder besser.
Den Aderlass soll ich noch einige Male machen lassen, doch so schnell nicht. Mir reichts erst einmal.

Mein Körper hat den Aderlass überwunden, aber die Symtome der starken inneren Unruhe, des Druckes auf der Brust und das elendige Herzklopfen kamen wieder. Ein Apotheker aus unserer Region, hat mir Pascoflair
empfohlen. Ein pflanzlicher Extrakt der Passionsblume. Nach langem Leidensweg, hat mir das sehr geholfen. Bereits in 1 Std. nach Einnahme wurde ich viel ruhiger, sogar etwas müde und ich schlief auf dem Sofa ein. Am Tag konnte ich schon lange Zeit nicht mehr schlafen, vor lauter Nervosität. Ich nehme 1 Tablette nachdem Frühstück und eine 2. Nachmittags. Zum Schlafen nehme ich noch immer das AD Mirtazapin, das sehr gut hilft, aber ich versuche jetzt es auszuschleichen und dafür nur noch das pflanzliche Mittel zu nehmen. Hoffentlich klappt das. Ich berichte dann wieder weiter, also schaut regelmässig auf meinen Blog.

Momentan bin ich wieder positiver gestimmt. Vielleicht bekomme ich irgend wann auch meine körperliche Leistungsfähigkeit wieder verbessert.
Nach dem es mir 3 Tage mit Pascoflair besser ging, ist heute die Unruhe und das Herzklopfen wieder stärker geworden. Ich versuche 3 Tabletten am Tag zu nehmen. Warum ging es mir 3 Tage besser?
Vielleicht muss man es über einen längeren Zeitraum einnehmen. Ich probiere es jedenfalls und berichte euch weiter.
Die Ursache meiner Beschwerden sind anderer Natur. Meine Symptome lassen sich durch ein pflanziliches Beruhigungsmittel leider nicht viel verbessern. 

Mir ist gestern aufgefallen, dass ich sehr empfindlich auf Jod reagiere. Am Abend ging es mir einigermaßen gut, bis ich ein Glas Orangensaft vom Supermarkt trank. Ca. eine halbe Stunde später, bekam ich wieder Herzklopfen, die Atemnot und die Unruhe wurden wieder stärker. Nach Recherche im Internet, habe ich herausgefunden, dass in Fruchtsäften oft sehr viel Jod enthalten ist. Oft bis zu 1000 µg pro Liter. Ich werde jetzt versuchen Lebensmittel zu finden, die nur geringe Mengen Jod beinnhalten und berichte dann wieder.
  

Juni 2016


Ein paar Tage waren meine Symptome besser, aber heute wieder extrem. Straker Druck auf der Brust. Wieder das gefühl nicht richtig atmen zu können. Von einem örtlichen Apotheker, der sich mit Autoimmunkrankheiten sehr stark befasst, hat mir geraten hoch dosiertes Fischöl zu nehmen, um den Autoimmunprozess einzudämmen. Seit 1.Juni nehme ich 1 Esslöffel pro Tag. Es dauert aber 3 Monate bis es wirkt. Ich habe mich lange mit ihm unterhalten und konnte ihn als Referent für unsere Hashimoto Gruppe gewinnen. Im Innhaltsverzeichniss: Hashimoto abnehmen und Symptome verbessern, habe ich genaueres über das Fischöl gepostet. Das Auf und Ab kostet wirklich viel Nerven, aber es ist durch die verschiedenen Massnahmen doch besser geworden. Die guten Tage werden mehr. Jetzt muss ich aufhören, die Konzentration lässt nach. Ich berichte aber weiter. 

Das Fischöl nehme ich jetzt seit 14 Tagen. Meine Leistungsfähigkeit ist tatsächlich etwas besser geworden. Die innere Unruhe und der Druck auf der Brust wechseln  innerhalb eines Tages. So ca. im 2 Std. Rhytmus kommen und gehen die Symptome. Heute habe ich einen Termin bei einem Arzt, der auch alternative Medizin anbietet. Er will den Darm behandeln, vorallem das Leaky Gut Syndrom (durchlässiger Darm). Über die Ergebnisse berichte ich hier weiter.

Meine Laborergebnisse sind endlich da. Mein Vitamin D Wert ist grade so an der Grenze, obwohl ich 2000 i. E. pro Tag einnehme. Ab jetzt soll ich 4000 i. E. einnehmen. Der Körper verbraucht sehr viel Micronährstoffe  mit der Schilddrüsenentündung.
Magnesium ist auch zu niedrig, trotz substitution von 400 mg Magnesiumcitrat  jeden Tag. Auch hier muss ich mehr nehmen.
Auch Vit. B12, B6 und Folsäure müssen noch erhöht werden
Der Zonulinwert (erhöhung deutet auf Leaky Gut Syndrom hin), ist auch noch leicht erhöht, obwohl ich mich seit längerem schon Glutenfrei und Milchprodukte frei ernähre.
Mehr Infos zu den Micronährstoffen findet ihr hier Vitamin und Nährstoffmängel bei Hashimoto



Juli 2016

Durch die oben genannten Maßnahmen geht es mir einigermaßen besser. Die körperliche Leistungsfähigkeit hat sich auf ein erträgliches Niveau gebessert. Die innere Unruhe und das stromartige Gefühl im Körper ist tagweise besser, aber an anderen Tagen wieder schlechter. Ich vermute, durch die ganzen alternativen Maßnahmen, arbeitet meine Schilddrüse wieder besser und ich zur Zeit etwas überdosiert bin. Denn bei Hitze jetzt im Sommer habe ich die innere Unruhe stärker. Bei kühlerem Wetter geht es mir momentan besser. Die nächsten Blutwerte werden Klarheit bringen. Vor allem wenn das Wetter innerhalb eines Tages mehr als 10 Grad Celsius schwankt, geht es mir schlechter. 




August 2016


Weiter oben im Text habe ich erwähnt, dass es mir Abends ab ca. 21 Uhr immer besser geht. Auch morgens bis 9 Uhr gehts es besser. Ich konnte mir das nie erklären warum.
Kein Arzt konnte etwas dazu sagen. Im Internet konnte ich heraus finden, dass T3 (das aktive Schilddrüsenhormon) ab ca. 21 Uhr bis morgens höher ist als am Tag. Vielleicht könnte dies erklären, warum es mir Abends besser geht. Das Herzklopfen bei niedrigen Puls oft etwas unter 60 ist wieder schlimmer geworden. Die Dosierung ist wahrscheinlich doch nicht ausreichend, da dieses Herzklopfen früher immer in Unterfunktion war. Ich versuche doch wieder eine Dosierung von 150 Mic.gr. Euthyrox. Seit 1 Woche nehme ich nun 150 Mic.gr. Am Anfang, die ersten 2 Tage gings mir besser, jetzt wieder schlechter. Gestern Abend hatte ich wieder sehr starkes Herzklopfen und die innere Unruhe war auch wieder da. Das ist aber oft so, denn die Schilddrüse schaltet oft die  eigene Produktion erst etwas verspätet zurück.

Heute ein Temperatursturz von mehr als 10 Grad. Ich bin total müde und kann nur liegen. Normalerweise leide ich ja nicht mehr an Müdigkeit. Die Leistungsfähigkeit und der Druck auf der Brust ist durch das Fischöl besser geworden. Ich hoffe, die innere Unruhe und das Herzklopfen werden noch besser. Das Schlimmste, die Menschen sehen es einem nicht an, dass es einem nicht gut geht. Man reißt sich zusammen, das es nicht auffällt wie schlecht es gerade ist. Vielleicht ein Fehler. Man hat das Gefühl, die Leute halten einem für einen Hypochonder. Viele Ärzte aber auch. In 4 Wochen gehe ich zur Blutabnahme um die Schilddrüsenwerte zu machen nach der Erhöhung. Mal sehen wie die sind. Dann berichte ich weiter.


September 2016 


Nachdem es mir 5 Tage einigermaßen gut ging und ich schon glaubte, es zum völligen Wohlbefinden nur noch ein kleines Stückchen fehlt, sind heute meine Symptome wieder zurückgekehrt. Das fällt mir immer schwer, die Rückschläge zu ertragen. Man meint, man hat es bald geschafft und dann wird`s wieder schlimmer. Geht aber Anderen aus unserer Gruppe auch so. Was mir aufgefallen ist, mir geht es schlechter, wenn draußen ein starker Wind weht, wie heute. Je nach Wetterlage, schwankt das Befinden hin und her. Die Schilddrüse regelt bei gesunder Schilddrüse ca. alle 20 Minuten, die Hormonmenge.

Bei den Hashimoto Betroffenen regelt die Schilddrüse nur noch unregelmäßig. Man nimmt immer die gleiche Dosis an Schilddrüsenhormonen, ob es kalt ist oder warm. Ob man sich körperlich anstrengt oder nicht. Mal sind die Hormone zu viel oder zu wenig je nach Witterung oder körperlicher Anstrengung. Man hat dann entweder eine leichte Über oder Unterfunktion. Man kann die tägliche Dosis nicht immer anpassen. "Leider". Ich kann mir manchmal gar nicht vorstellen, dass viele Hashimoto Betroffene, nur geringe oder keine Beschwerden haben. Aufgefallen ist mir bei den Leuten, denen es gut geht, die Schilddrüsenentzündung bei einer Routineuntersuchung festgestellt wurde. Sie hatten vorher keine Beschwerden. Diese haben meist auch keine Probleme bei der Hormoneinstellung. Wahrscheinlich arbeitet bei diesen Menschen, die Schilddrüse noch einigermaßen gut. Bei langjährigem unentdecktem Bestehen der Krankheit, ist es leider meist nicht mehr so einfach.



Oktober 2016


Ich habe versucht Rhodiolan ( Rosenwurz) wegzulassen, da es sehr teuer ist. Nach ein paar Tagen ging es mir aber wieder schlechter. Die Stressresistenz hat nachgelassen. Die anderen Symptome wurden wieder etwas stärker. Daraufhin habe ich mir das Mittel wieder bestellt. Ich habe ein günstigeres, sogar aus deutscher Herstellung gefunden. Bestellen kann man es hier:
Es reicht für 4 Monate und hat auch eine ausreichende Dosierung. Es geht mir dadurch wieder besser. Auch die Körpertemperatur ist wieder nach oben gegangen, diese war am Tag durchschnittlich bei 36,3 Grad. Jetzt wieder bei 36,5 bis 36,8 Grad. Ohne die Dosis der Schilddrüsenhormone zu erhöhen.
Nächste Woche gehe ich zur Blutabnahme, danach berichte ich darüber. Mit unserer Gruppe wollen wir eventuell am 31. März 2017 nach München zu einem Vortrag fahren, bei dem ein spezialisierter Heilpraktiker für Hashimoto und eine Endokrinologin referrieren. 



November 2016


In unserer Region in Niederbayern ist eine 2. Hashimoto Selbsthilfegruppe in Bad Füssing gegründet worden. Ich habe regelmäßigen Kontakt zur sehr netten Leiterin der neuen Gruppe. Wir wollen bei verschiedenen Projekten zusammenarbeiten. Man sieht , dass ein enormer Bedarf an Selbsthilfe besteht, da man sich auf die Ärzte, mit ihrem begrenzten Wissen für diese autoimmune Schilddrüsenerkrankung, oft nicht verlassen kann.
Mein TSH war bei der letzten Blutabnahme bei 1,6. Das ist Ok für mich. Heute geht es mir mit meiner inneren Unruhe wieder besser. Gestern war es wieder schlimmer. Bei meinem nächsten Arzt Termin möchte ich gern abklären lassen, ob nicht eine andere Autoimmunerkrankung dahintersteckt, was bei Hashimoto Patienten in 25 % der Fälle sein kann. Das wird mich wieder einige Überzeugunskraft kosten. Im Dezember berichte ich weiter.

Dezember 2016


Meine Hausärztin meinte, mein Problem ist nicht Hashimoto, sondern mein erhöhter Ferritinwert. Der damalige Aderlass, um diesen zu senken,  ging in die Hose. Dies werde ich bestimmt nicht mehr machen, da es mir danach sehr schlecht ging. Ich habe eingewendet, dass dies nicht sein kann, sondern mit anderen Ursachen zusammenhänge, meinte sie dass ich mit diesen Beschwerden leben müsse. Wunderbar, die Ärzte müssen es ja nicht aushalten. Ich würde gerne zu einer privaten Ärztin in der Nähe gehen, die mit naturidentischen Hormonen arbeitet, was ich mir momentan einfach nicht leisten kann, wegen meiner Erwerbsunfähigkeit.
Seit kurzem gibt es eine neue Hashimoto Selbsthilfegruppe in Bad Füssing, ca. 65 km von mir entfernt. Mit der Gruppe habe ich Kontakt aufgenommen, um uns auszutauschen und voneinander zu profitieren. Neue Erkenntnisse schreibe ich möglichst immer hier in diesen Blog.


Januar 2017


Bei unserem Selbsthilfetreffen Anfang Januar waren einige neue Betroffene dazugekommen, die sich auf unseren Zeitungsbericht im Januar, gemeldet haben. Durch die Kälte mit Minusgraden gings mir Anfang Januar wieder schlechter, mit oben genannten Symptomen. Nach erhöhung der Schilddrüsenhormone um 6,25 µg geht es wieder besser, aber ich bin noch immer nicht symptomfrei. 



Februar 2017


Die Kältewelle vom Januar ist vorbei, dadurch sind meine Symptome besser geworden, von Wohlbefinden kann ich aber nicht sprechen. Besonders die körperliche Leistungsfähigkeit lässt immer noch zu wünschen übrig. Nach einer halben Std. schnelles Gehen (Berg und Tal) habe ich mich danach total erschöpft gefühlt und ich brauchte 8 Std. um mich wieder zu erholen. Aber auch hier ist nicht jeder Tag gleich. Manchmal geht es besser.#
Vor 3 Tagen habe ich meinen Befund vom Cortisolspeicheltest bekommen, den ich gemacht hatte. Die Nebennieren stellen wieder etwas mehr Cortisol her. Die Werte sind im unteren Normalbereich angesiedelt. Vor 2 Jahren war der Abendwert weit unter der Norm. Im Laufe der Jahre erholen sich die Nebennieren wieder, auch Dank meiner Einnahme von Rosenwurz . Müdigkeit und das Gefühl immer Schlafen zu müssen habe ich nicht mehr. Die Leistungsfähigkeit ist leider immer noch eingeschränkt. Ich hoffe, mit der Zeit wird auch dies besser.

Ich war zur jährlichen Untersuchung beim Nuklearmediziner in Passau. Meine Schilddrüsenwerte unter 150 micr. gr. Euthyrox waren: TSH: 1,85, Ft4 1,2 (0,8-1,8), Ft3 2,0
(1,2-3,4). Tpo Antikörper 1984 u/ml (kleiner als 30 normal). Ich habe auf 156,25 micr. gr. erhöht.
Daher auch wahrscheinlich die gesunkene Leistungsfähigkeit. Die Antikörper werden nicht weniger. Die Schilddrüsenentzündung ist leider nicht zurückgegangen, trotz zahlreicher Maßnahmen. Ende März habe ich einen Termin bei einem  homeopatischen Arzt, der in unserer Gegend sehr gelobt wird und einer Betroffenen aus unserer Selbsthilfegruppe auch schon ziemlich gut geholfen hat. Dieser ist der Auffassung das hohe Antikörper sich sehr schlecht auf das Befinden auswirken, was die meisten anderen Ärzte bestreiten. Ich hoffe es bringt mir eine Verbesserung. Ich berichte weiter im März.



März 2017


Seit 3 Tagen habe ich mir eine Erkältung mit leichtem Fieber eingefangen, obwohl ich 3 Jahre keinen Infekt mehr hatte. Mir ist aufgefallen, dass ich während der 2 Tage mit Fieber meine Hashimoto Beschwerden nicht gespürt habe. Heute ist die Temperatur wieder normal. Jetzt kommen die Hashimoto Symptome wieder. Zum Verzweifeln. Ich bin wütend auf den ganzen Mist. Ich kann mir das nicht ganz erklären, warum während des Fiebers die Symptome verschwunden waren.

Bei unserem Selbsthilfetreffen am 8. März hatten wir einen Vortrag eines Heilpraktikers.
Unter anderem meinte er, man könnte eine Neuraltherapie an der Schilddrüse durchführen.
Dabei wird Prokain (Betäubungsmittel) in die Haut bei der Schilddrüse gespritzt. Dies soll der Schilddrüse einen Neustart geben. Andere Naturheilkundler behaupten, dies ist bei Hashimoto nicht empfehlenswert. Im Internet gibt es verschiedene Meinungen dazu.
Man muss hier aufpassen. Manche Behandlungen bringen nichts und kosten viel Geld.
Wir chronisch Kranken greifen nach jedem Strohhalm und das nützen viele aus. Darum sollte man sich immer genau vorher informieren, über die verschiedenen Behandlungen.
Meine homöopatische Behandlung, die ich nächste Woche starte, zahlt Gott sei Dank meine Krankenkasse. Ich berichte hier weiter, was die Behandlung bei mir bewirkt hat oder auch nicht.


April 2017


Vor 2 Wochen hatte ich nun meine homöopatische Behandlung. Die ersten paar Tage danach ging es mir schlechter mit meinen Symptomen des Druckes auf der Brust und die Schmerzen in Schultern und Armen waren einen Tag lang so stark, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte. Einen Tag hatte ich sogar wieder einen Klos im Hals und ein wenig Übelkeitsgefühl, was ich schon sehr lange nicht mehr hatte. Ich vermute, es waren Erstverschlimmerungssymptome, was bei Homöopathie vorkommen kann. Seit 3 Tagen geht es besser. Ich spüre die Hashimoto Symptome nicht mehr so stark. Vorhanden sind sie aber noch immer. Vielleicht wird's noch etwas besser, so hoffe ich wenigstens. Ich berichte hier weiter, ob die homöopatische Behandlung bei Hashimoto wirkt.

Letzte Woche war ich mit unserer Hashimoto Selbsthilfegruppe in München bei einem Heilpraktiker Vortrag. Der Heilpraktiker ist sehr spezialisiert auf Hashimoto Thyreoditis.
Wir konnten unser schon breites Wissen, das hier in meinem Blog steht noch erweitern.
Die neuen Erkenntnisse habe ich vor kurzem in unseren verschiedenen Seiten eingestellt.
Im Inhaltsverzeichnis rechts oben findet ihr die einzelnen Rubriken.

Die homöopatische  Behandlung hat meine Schulter und Armschmerzen stark gebessert.
Ich spüre fast gar nichts mehr. Das Druckgefühl in der Brust und das Gefühl nicht durchatmen zu können, allerdings habe ich noch immer. Vielleicht etwas besser. Ich vermute, es könnte noch ein Unterfunktionssymptom sein, deshalb nehme ich zur Zeit zu meiner normalen Dosis am Morgen noch 12,5 micr. gr. Euthyrox vorm Mittagessen und 12,5
vorm Abendessen. Dadurch ist es nochmal ein wenig besser geworden. Demnächst muss ich dann zur Blutabnahme und lasse die Schilddrüsenhormone TSH, Ft3 und Ft4 wieder machen. Am 1. Juni habe ich nochmal einen Termin beim Homöopathen. Im Mai berichte ich weiter.


Mai 2017



Die Schilddrüsenwerte habe ich bekommen. Nach langem Verhandeln mit der Arzthelferin, hat mir die Hausärztin nur den TSH getestet. Der war bei 0,8 (0,3 - 1,7). Ich wollte den Ft3 unbedingt wissen, da dies das aktive Hormon ist. Beim nächsten mal zahle ich mir die freien Werte selber. Ist immer noch billiger als 150 km zum nächsten Endokrinologen zu fahren. Der Vitamin D Spiegel ist auf 1 Jahr mit Einnahme von 4000 i.E. pro Tag von 30 auf 53 geklettert und jetzt optimal ist.

Meine Euthyrox Dosis zur Zeit. 137 mic.gr. plus 37,5 mic.gr. am Abend. Insgesamt also 174,5 Euthyrox.
Der Druck auf der Brust hat sich dadurch gebessert, ist aber noch leicht vorhanden. Das Befinden ist dennoch schlechter, da ich mir wieder einen Infekt eingehandelt habe. Dadurch habe ich ein Schwächegefühl im ganzen Körper. Die Symptome vermischen sich. Ich weiß nicht ob es von der Schilddrüse oder vom grippalen Infekt kommt. Muss erst abwarten, bis der Infekt abgeklungen ist, dann berichte ich weiter.

Der Infekt ist wieder weg. Die ersten 3 Tage mit obiger Dosis ist es mir brachten eine Verbesserung. Danach wurde es wieder schlechter. Da mein Ft 4 immer etwas hinterherhinkt gegenüber Ft4, versuche ich seit 2 Tagen Morgens und Abends jeweils 5 mic.gr. Thybon (T3 Präparat) zusätzlich zu nehmen. Dafür teile ich die 20er Tablette in Viertel. Bis jetzt sind die Symptome besser geworden. Nachmittags besser als Vormittags.
Der Druck im Brustkorb und die Atemnot ist ca. um 50% weniger momentan.
Wenn das in den nächsten 4 Wochen so anhält, bei dieser Dosierung, lasse ich mir nach 6 Wochen die Blutwerte nochmal machen, damit ich nicht  in eine Überfunktion komme.




Juni 2017


Mit der Teilung der Dosis auf Morgen und Abendeinnahme bin ich mit der Zeit wieder in eine Unterfunktion gefallen. Wahrscheinlich nimmt der Körper die Schilddrüsenhormontabletten bei Essen im Magen doch schlecht auf. Jedenfalls bei mir.
Aber auch einige die es in unserer Selbsthilfegruppe probiert haben, berichteten das Gleiche.
Zur Zeit nehme ich am Morgen 187,5 mic.gr. Euthyrox und 10 mc.gr. Thybon (T3 Präparat).
Am Abend nochmal 5 mic.gr. Thybon. Thybon darf man zum Essen nehmen.
Meine Werte kenne ich nicht unter dieser Dosierung. Vom Befinden her geht es aber besser, wenn auch noch nicht ganz gut. Überfunktionssymptome wie Herzrasen oder schnellen Puls habe ich jedenfalls nicht, bei dieser Dosierung.

Vor 2 Wochen war ich wieder beim homöopathischen Arzt. Dieser gab mir noch mal hochpotenzierte Globuli als einmalige Einnahme. Ich glaube schon, dass mir die Behandlung was bringt. Aber auch das Thybon bringt wahrscheinlich eine Verbesserung meiner Symptome. Der Druck auf der Brust ist schwächer geworden und sogar stundenweise ganz weg. Ein Heilpraktiker der selber an Hashimoto erkrankt ist, hält im Juli einen Vortrag über die natürlichen Schweineschilddrüsenhormone. Den Bericht dazu schreibe ich so Ende Juli hier rein, damit ihr auch in den Genuss der Informationen kommt, die im Vortrag vorkamen. Schaut regelmäßig auf unsere Seite, dann verpasst ihr nichts.
Vielleicht speichert ihr unsere Seite unter Favoriten oder Lesezeichen.


Juli 2017

Durchschnittlich gesehen geht es mir mit der homöopathischen Behandlung schon viel besser. Ich war skeptisch, aber wahrscheinlich wirkt es positiv auf das vegetative Nervensystem. Der Druck auf der Brust und die innere Unruhe sind jedenfalls schwächer geworden. Tagweise zwar wieder stärker, aber insgsammt besser. Auch der Schwindel kommt nicht mehr so oft. Ich hoffe mit der andauernden homöopatischen Behandlung wird es noch besser. 

Da meine Schilddrüse immer schlechter arbeitet, musste ich die Dosis auf 200 Euthyrox erhöhen. Die freien Werte waren im mittleren Bereich bei 187,5 und diese sollten im oberen Drittel des Referenzbereiches liegen. Ein Temperatursturz letztes Wochenende bescherte mir wieder eine Unterfunktion. Der Puls lag bei 60 und die Körpertemperatur bei 36,4 Grad.
Normal lagen diese 2 Parameter jetzt immer bei Puls: 70 bis 80 und Temperatur bei 36,7 bis 37 Grad. Da es jetzt wieder wärmer ist, geht es wieder besser. Im Winter könnte es sein, dass ich noch mehr Thyroxin brauche. Mit Puls und Körpertemperatur kann man die Stoffwechsellage selber etwas testen. Blut abnehmen muss man aber selbstverständlich trotzdem. Ich glaube ich bin auf dem richtigen Weg.



August 2017


Zur Zeit geht es mir phasenweise besser, dann wieder schlechter. Das Druckgefühl in der Brust ist zeitweise weg und es kommt wieder. Mir ist aufgefallen, unter Stress wird es schlimmer. Körperlicher Anstrengung kann ich besser verkraften z.B. war ich 4 km Walken.
Es ging ganz gut, aber nachher brauche ich immer noch gut 2 bis 3 Std. bis ich mich wieder erholt habe. Wenigstens bleibt der Puls nicht mehr so lange erhöht, wie es Anfangs der Fall war. In 2 Wochen habe ich wieder eine homöopathische Sprechstunde. Die Globuli werden erst nach 4 Wochen wieder eingenommen, nach der letzten einmaligen Einnahme. Die hohen C 200er Potenzen werden nur einmal genommen und dann muss 4 Wochen mindestens gewartet werden um dann eventuell noch mal welche genommen werden, wenn noch Symptome vorhanden sind. In 2 Wochen muss ich außerdem die Blutwerte neu machen lassen, wegen der Erhöhung von Euthyrox. Im September berichte ich weiter.


  Gründung der Selbsthilfegruppe

 
Das Verständnis für die Krankheit fehlt leider bei Ärzten, aber auch bei vielen Mitmenschen.
Deswegen suchte ich in unserer Gegend eine Selbsthilfegruppe für Hashimoto. Die nächste ist aber 150 km entfernt. Nach reichlicher Überlegung, beschloß ich eine Gruppe zu gründen. Nach einem Artikel über die Krankheit in der Passauer Neuen Presse, meldeten sich 17 Betroffene in unserem Landkreis Freyung-Grafenau. Unser 1. Treffen hatten wir am 17. Nov. 2015. Alle sind froh darüber, dass es jetzt so eine Gruppe bei uns gibt. 
Wenn es Interessantes zur Verbesserung der Hashimotosymptome zu berichten gibt, berichte ich es hier.

Bei unseren Treffen und Fahrten zu Vorträgen und Einladung von Heilpraktikern haben sich bei einigen Mitgliedern unserer Gruppe, eine Verbesserung der Symptome durch die oben genannten Maßnahmen eingestellt. Es hat sich, glaube ich, gelohnt eine Gruppe zu gründen. 

Unser nächstes Treffen findet am Mittwoch, 8. Nov. um 19 Uhr  bei der AOK in Freyung statt. Gerne können auch Betroffene vom Landkreis oder der Stadt Passau teilnehmen. In Passau gibt es auch keine Hashimoto Selbsthilfegruppe. Wer im Umkreis wohnt, kann sich jederzeit bei mir melden oder einen Kommentar auf den Blog schreiben.


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Kommentare:

  1. Wie viele Tabletten muss man den dann noch nehmen ausser die Schilddrüsenhormone? Klingt sehr gefährlich mit den ganzen Tabletten. Sowieso klingt auch die ganze Krankheit sehr gefährlich und einschränkend.. aber fast genau die selben Sympthome hab ich auch...

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    1. Hallo Miss Marley
      Keine Angst, gefährlich ist die Krankheit nicht, wenn man seine Schilddrüsenhormone konsequent einnimmt.
      Allerdings einschränkend kann sie schon sein, aber du kannst mit den beschriebenen Maßnahmen gut dagegen wirken. Die Nahrungsergänzungsmittel sind keine Medikamente in dem Sinn. Es sind Vitamine und Spurenelemente, die auch in der Nahrung vorkommen. Um einen Mangel auszugleichen genügt des meistens nicht mehr, das übers Essen auszugleichen.

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  2. Hallo :)
    Ich danke dir für deinen Kommentar auf meiner Seite. Leider bin ich aus der Schweiz und deine Selbsthilfegruppe ist etwas weis für mich. Hier in der Schweiz ist es sehr schwierig, Leidensgenossen zu finden, denn hier ist es ein Tabu Thema, so jung krank zu sein und nicht bei all den Partys mitzuhalten. Ich hoffe, ich werde trotzdem noch fündig :)
    Ich wünsche dir alles alles Gute auf deinem Weg!!!! Viel Gesundheit!!!

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  3. Ich meine WEIT und nicht weis, sorry ;)

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    1. Hallo Hashi
      Bei uns gab es auch keine Gruppe. Du kannst, wie ich eine gründen. Du schreibt einen kurzen Artikel über die Krankheit und dass du Hashimoto Erkrankte suchst.
      Dann brauchst du noch einen Raum zum Treffen und fertig. Bei mir haben sich 15 Leute gemeldet. Es ist sehr gur, wenn einem Menschen verstehen, denn geteiltes Leid ist halbes Leid.

      LG Franz

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    2. Der Artikel sollte natürlich in die Tageszeitung. Die machen das gern.
      Habe ich vergessen Sorry.

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  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  5. Nachdem ich recherchiert hatte, bin ich nach langem Leidensweg zur Rohkost gekommen. Jahrelang hatte ich Symptome, bin von Arzt zu Arzt, ohne wirkliche Hilfe zu bekommen. Die Schilddrüse ist auf 4 ml geschrumpft, hatte Atemnot, Herz-,Schlafprobleme, hohen Blutdruck,der medikamentös behandelt wurde,konnte kaum laufen, Knie- und sämtliche Muskelschmerzen, kaum konzentrieren, war nicht mehr richtig im Leben.Ich bin nun wie neugeboren. Fitter als vor meiner Krankheit. Die Dosis von 88 LThyroxin habe ich in der Zeitspanne von zwei Jahren auf 37,5 reduziert, nachdem das Weglassen von Gluten und anschließender 100% rohkost ( 1 Monat) , dann bis jetzt praktizierender 85%ige Rohkosternährung Erfolge zeigten. Und es geht mir prima, Selen und Zink habe ich nun seit einem Jahr nicht mehr eingenommen . Sport ist eine Leichtigkeit wieder. Es ist wie ein Wunder, was Grünes, Sprossen, Samen, besonders Wildkräuter, im Körper verändern können. Nur mal als kleinen Wegweiser und Lichtbild anzusehen..

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  6. Danke für deinen Beitrag.
    Zur Zeit mache ich einen Versuch, auf nüchternen Magen einen grünen Smoothie zu trinken. Es soll den Serontoninspiegel erhöhen (durch die klein zerteilte Rohkost), der bei uns Hashis öfter erniedrigt ist. Wenn sich ein Erfolg einstellt, dann poste ich es auf meinem Blog. Eine überwiegende Rohkost vertrage ich leider nicht, da ich starke Blähungen bekomme.

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  7. Hallo an alle Betroffenen, ich hatte ja über meine positiven Erfahrungen mit Rohkost, besonders mit vielen Wildkräuter, berichtet. Danach ging es mir so gut, daß ich die Schilddrüsentabletten weiter reduzieren konnte. Seit September 2016 nehme ich nur noch 6,5 bis 7 Tabletten der 75 LT im Monat ein, täglich eine viertel Tablette. Gelegentliches Weglassen wirkt sich bei mir nicht mehr schlecht aus, wenn es nicht an mehreren Tagen aufeinander passiert. Der Zustand hat sich im allgemeinen nicht negativ verändert, außer ich wende mich allzusehr der Kochkost zu oder esse viele Kohlenhydrate, oder probiere Mehlgerichte oder Milchprodukte oder Seefisch. An diesen Tagen verspüre ich unangenehme Symptome, wie in der Unterfunktion, besonders die Müdigkeit, Kopfschmerzen, Nacken- und Schulterschmerzen, trockene Haut, Angstgefühl oder Herzrasen kehren dann wieder ein. Da ich diese Reaktionen darauf erfahre, verzichte ich wiederum gerne auf diese Lebensmittel und esse sie sowenig wie möglich. Hoffe mein Bericht kann euch eine kleine Hilfe sein und euch zeigen, wie sehr die Ernährung diese Krankheit beeinflußt.

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  8. Hallo an alle Betroffenen, ich hatte ja über meine positiven Erfahrungen mit Rohkost, besonders mit vielen Wildkräuter, berichtet. Danach ging es mir so gut, daß ich die Schilddrüsentabletten weiter reduzieren konnte. Seit September 2016 nehme ich nur noch 6,5 bis 7 Tabletten der 75 LT im Monat ein, täglich eine viertel Tablette. Gelegentliches Weglassen wirkt sich bei mir nicht mehr schlecht aus, wenn es nicht an mehreren Tagen aufeinander passiert. Der Zustand hat sich im allgemeinen nicht negativ verändert, außer ich wende mich allzusehr der Kochkost zu oder esse viele Kohlenhydrate, oder probiere Mehlgerichte oder Milchprodukte oder Seefisch. An diesen Tagen verspüre ich unangenehme Symptome, wie in der Unterfunktion, besonders die Müdigkeit, Kopfschmerzen, Nacken- und Schulterschmerzen, trockene Haut, Angstgefühl oder Herzrasen kehren dann wieder ein. Da ich diese Reaktionen darauf erfahre, verzichte ich wiederum gerne auf diese Lebensmittel und esse sie sowenig wie möglich. Hoffe mein Bericht kann euch eine kleine Hilfe sein und euch zeigen, wie sehr die Ernährung diese Krankheit beeinflußt.

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  9. Hallo und vielen Dank für den tollen Artikel über Hashimoto. Die Schilddrüse macht ja leider gottes immer mehr Menschen zu schaffen. Drum bin ich froh, dass es langsam immer mehr Ärzte gibt die nicht nur auf den TSH Wert schauen.

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